Fingerfood Rezepte kalt gehen mir gut von der Hand. Seit Jahren bewirte ich damit meine Gäste und habe nie schlechte Kritiken geerntet. Egal, ob für eine Party oder einen Kindergeburtstag, meinen Gästen schmeckte es. Letztes Jahr rief meine Patentante Berta an.Sie ist zweiundsiebzig, aber recht rüstig. Seit ich wieder Vollzeit arbeite, sehen wir uns nur noch selten. Tante Berta lud sich zum Wochenende bei mir ein. Ihr letzter Besuch war mit Aufregung verbunden gewesen, sie hatte im Zug ein Kreuzworträtsel gelöst und vergessen, auszusteigen.
Mir stellte sich die Frage: Was koche ich zur Begrüßung für Bertha?
Nicht schon wieder Szegediner Gulasch und Spätzle vom Brett. Das war zwar Berthas Lieblingsgericht, aber sie würde ja denken, ich könne nichts anderes. Da kam mir die Idee. Bertha hatte sowieso immer ein paar Kilo zu viel auf den Hüften. Ich würde Fingerfood einfach auch mal für die Tante zubereiten und durchforstete meine Fingerfood Rezepte kalt. Bald darauf wurde ich fündig unter folgender Rubrik:
Rezept für Fingerfood kalt und einfach:
Schinkenröllchen mit Avocadocreme und blanchierten Champignons
Dazu brauchst du:
Besten gekochten Schinken, keinen Formschinken
Avocados
Champignons
Limetten
Eiswasser
Salz
Bunten Pfeffer aus der Mühle
Salatblätter
Cornichons
Nimm braune oder weiße Champignons, je nach Geschmack und putze sie. Lass’ nun Wasser in einem Topf köcheln, reduziere die Hitze, gib Limettensaft und Salz hinein und blanchiere die geschnittenen Champignons darin drei bis vier Minuten. Dann nimmst du einen Schaumlöffel und schreckst sie im Eiswasser ab. Lasse sie auf einem Sieb abtropfen. Nimm die reifen Avocados und püriere sie im Mixer zusammen mit dem Saft von Limetten, Salz und frisch gemahlenem buntem Pfeffer. Dann hebe die abgekühlten Champignons und kleine Schinkenwürfel unter die Masse. Nun streiche die Füllung auf die Schinkenscheiben, rolle sie zusammen und schneide fingergerechte Häppchen. Garniere eine Platte mit Salatblättern und lege den Rand mit Cornichons aus. Bis zur Mahlzeit deckst du Fingerfood einfach mit Folie ab und stellst es in den Kühlschrank.
Das mit dem Zug klappte dieses Mal, und Berthas Seemannskoffer und die Hutschachtel waren im Gästezimmer verstaut. Mit großen Augen nahm sie am Esstisch Platz. Ich hatte noch eine Consommé mit Markklößchen gemacht. “Kein Szegediner Gulasch, Kind?” Es klang vorwurfsvoll. Für die Consommé gab es Lob und zögernd probierte sie das erste Röllchen. Zehn Minuten später waren beide Platten leer. Bertha blieb bis Sonntag Nachmittag. Sie hat jetzt ein neues Lieblingswort. Rate mal, wie es heißt: Es heißt Fingerfood.
Guten Appetit!
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