Ist Rapsöl wirklich gesund oder sollte man es vermeiden?

Ist-Rapsoel-wirklich-gesund-oder-sollte-man-es-vermeidenHaben Sie auch schon die Unwahrheiten über Rapsöl gehört, speziell über die gesundheitlichen Vorzüge?

Falls Sie meine Fitness-Newsletter bereits länger lesen, ist Ihnen vielleicht aufgefallen, dass in keinem meiner Rezepte Rapsöl benutzt wird und dass es auch auf keiner meiner Listen gesunder Lebensmittel steht.

Zahlreiche Leute wollten schon von mir den Grund hierfür wissen, denn die Medien stellen Rapsöl als „herzgesund“ dar und dass es bestens geeignet sei als Lieferant einfach ungesättigter Fettsäuren und somit vergleichbar mit Olivenöl.

Ist Rapsöl gesund oder sollte man es vermeiden?

Jetzt müssen Sie erst einmal erkennen, dass so manches, was Sie durch die Medien erfahren, nur eine Marketingstrategie der großen Lebensmittelproduzenten ist. Rapsöl ist preiswert, so dass man Sie davon überzeugen möchte, dass es sich um ein „Gesundheitsöl“ handelt, um zu erreichen, dass Privatpersonen und Gastronomie es als das Öl der Wahl kaufen.

Die Wahrheit über Rapsöl

Es ist schon richtig, dass Rapsöl reich ist an einfach ungesättigten Fettsäuren, jedoch möchte ich Ihnen erklären, wieso Rapsöl trotzdem nicht gesund ist.

Um den Anteil des ungesunden Bestandteils Erucasäure im Raps zu verringern, war eine mehrjährige Züchtungsarbeit erforderlich, damit Raps erzeugt werden konnte, welcher sich für die Gewinnung von Rapsöl eignet.

Eine wichtige Anmerkung zu den „modernen Legenden“ über Rapsöl: Viele der Internetseiten, die diese „modernen Legenden“ über die Probleme mit Rapsöl als unbegründet darstellen und so Rapsöl verteidigen, haben ein Problem. Dieses Problem der verteidigenden Internetseiten ist, dass diese immer nur den Bestandteil Erucasäure diskutieren. Doch gerade das Thema Erucasäure ist eigentlich kein Thema, da dieser Stoff dank jahrelanger Züchtung auf einen sehr geringen Prozentanteil reduziert wurde.
Trotzdem liegen die Internetseiten, die sich positiv über Rapsöl äußern, falsch, denn sie diskutieren nicht die Problematik der Verarbeitung des Öls sowie der Oxidation der mehrfach ungesättigten Anteile, so dass das Rapsöl für den Menschen ungesund ist. Letzteres ist das entscheidende Problem, welches aus Unkenntnis entweder nicht verstanden oder einfach ignoriert wird.

Nun schauen wir uns das tatsächliche Problem des Rapsöls an:

In der Regel enthält Rapsöl ca. 55 – 65 % einfach ungesättigte Fettsäuren sowie 28 – 35 % mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die Menge an gesättigten Fettsäuren ist gering.

Jetzt glauben wir zwar, dass ein hoher Anteil einfach ungesättigter Fettsäuren im Öl gesund sei – für reines Olivenöl oder Öl, welches man aus nicht verarbeiteten Samen oder Nüssen herstellt, trifft dies auch zu – jedoch überwiegen die Nachteile im Rapsöl gegenüber den Vorteilen.

Vielleicht haben Sie in einem meiner Newsletter oder in meinem Buch „Wahrheit über Bauchmuskeln“ Programm“ bereits gelesen, dass eines der Hauptprobleme bei raffinierten bzw. stark verarbeiteten Pflanzenölen – wie etwa Maisöl, Sojabohnenöl und auch Rapsöl – die Empfindlichkeit der mehrfach ungesättigten Fettsäuren gegen Wärme, Helligkeit und Druck ist. Daher oxidieren diese mehrfach ungesättigten Fettsäuren sehr leicht, wodurch sich die Zahl der freien Radikale in Ihrem Organismus erhöht.

Das Produkt dieser Raffinierungs- und Verarbeitungsprozesse sind Öle, die, wenn Sie sie konsumieren, in Ihrem Organismus entzündlich sind und Herzprobleme, Gewichtsanstieg und weitere degenerative Erkrankungen auslösen können.

Extra natives Olivenöl ist deshalb besonders gesund, weil es nicht erhitzt oder mittels Lösungsmitteln extrahiert sondern lediglich kalt gepresst wird.

Demgegenüber wird Rapsöl in der Regel unter Druck bei hohen Temperaturen und erdölbasierten Lösungsmitteln wie Hexan extrahiert und raffiniert. Ein großer Anteil des Rapsöls wird bei hohen Temperaturen mit fragwürdigen und ätzenden Hilfsstoffen degummiert, desodoriert, gebleicht und raffiniert.

Sind sogar Transfette Bestandteil von Rapsöl?

Es kommt sogar noch schlimmer, denn die beschriebene Behandlung bei Hitze, Druck und mit Lösungsmitteln sorgt dafür, dass ein Anteil der Omega-3-Fettsäuren im Rapsöl in Transfette transferiert wird.

Dr. Mary Enig, einer Ernährungswissenschaftlerin und Biochemikerin sagt: „Die kanadische Regierung gibt den Gehalt an Transfetten im Rapsöl zwar mit nur 0,2 % an, jedoch haben Forschungen der University of Florida at Gainesville einen Gehalt an Transfetten in handelsüblichem flüssigem Rapsöl von mind. 4,6 % ergeben.

Und diesen Mist möchte man Ihnen als „Gesundheitsöl“ verkaufen!

Anhand der hier dargestellten Informationen über die Verarbeitung von Rapsöl können Sie feststellen, dass es für Sie nur unwesentlich gesünder sein kann als sonstige minderwertige Öle wie z. B. Maisöl oder Sojabohnenöl. Letztlich ist es ein entzündliches Öl in Ihrem Organismus, das Sie besser vermeiden.

Lediglich kalt gepresstes Biorapsöl kann verwendet werden. Jedoch findet sich nur selten Bio-Rapsöl oder kalt gepresstes Rapsöl, so dass Sie statt den meisten angebotenen Rapsölen besser ein Öl verwenden, von dem bekannt ist, dass es gesünder ist.

Am besten geeignet sind folgende Öle:

- extra natives Olivenöl – es ist besonders gut geeignet für Salate oder das Kochen bei geringer Hitze
- Udo’s Choice Blend – dieses Öl darf nicht zum Kochen genutzt werden, da es einen hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren enthält, welche durch Hitze zerstört werden würden, aber es handelt sich hier um einen Mix verschiedener kalt gepresster und gesunder Öle, die man zusammen mit Olivenöl sehr gut für Salate verwenden kann.
- Natives Kokosnussöl – es besitzt eine hohe Temperaturbeständigkeit und ist daher für das Kochen auch bei großer Hitze gut geeignet. Natives Kokosnussöl enthält sehr viele gesättigte Fette, überwiegend mittelkettige Triglyceride (MCTs). Eines dieser MCTs ist die Laurinsäure, die für das Immunsystem von großer Bedeutung ist und in westlichen Nahrungsmitteln nur selten vorkommt.
- Bio-Butter aus Milch, die von Kühen stammt, die nur mit Gras ernährt wurden. Gerne benutze für fast alles, was ich koche, eine Mixtur aus Kokosnussöl, etwas Olivenöl und Butter. Bio-Butter aus Milch grasernährter Tiere enthält viel CIA, welches nach den jüngsten Untersuchungen zur Fettverbrennung und zum Muskelaufbau beiträgt.

Sie sollten sich daher nicht durch die Etiketten in die Irre führen lassen, auf denen steht, Rapsöl sei gesund – wie man sieht, ist diese Aussage nicht zutreffend. Nehmen Sie lieber ein gesünderes Öl, wie ich sie aufgelistet habe, denn Ihr Körper wird Ihnen dafür dankbar sein.

Hier sind 2 weitere Lebensmittel, die Sie unbedingt vermeiden sollten.

Mike Geary

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Mike Geary

Autor / Fitness Coach
Mike ist seit 10 Jahren ein zertifizierter Ernährungsspezialist und ein zertifizierter Personal Trainer. Er ist der Autor von Die Wahrheit über Bauchmuskeln. Seit über 20 Jahren, seit Teenagertagen, lernt er alles über Ernährung und Übungsausführungen. Mike ist 35 Jahre alt und zog vor 3 Jahren von New Jersey (er ist in der Umgebung von Philadelphia aufgewachsen) in die wunderschönen Berge der Colorado Rockies.

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