Kaffeeliebhaber glauben, dass Kaffee äußerst köstlich schmeckt und deshalb ungesund sein muss: Sie fügen meist große Mengen Zuckerstücke, künstliche Süßstoffe und/oder fetthaltige Kondensmilch hinzu. Daher besteht das Vorurteil „Der Genuss von Kaffee ist sehr lecker, aber bestimmt nicht gut für meine Gesundheit.“
Diverse Debatten in medizinischen Journalen und den Medien untermauern die „schädliche Wirkung“ von Kaffee. Beispiele sind angeblich entzündliche Komponenten im gebrühtem Kaffee und das „aufputschende“ Koffein.
Die positive Wirkung von Kaffee
Vernachlässigt wird hierbei, dass Koffein das Nervensystem positiv anregt und Schadstoffe leichter wieder aus dem Körper spült. Darüber hinaus enthält Kaffee eine Fülle an phenolischen Nährstoffen und Verbindungen.
Herumgesprochen hat sich inzwischen die positive Wirkung natürlicher Antioxidantien, die in großer Konzentration im Kaffee vorkommen und schädliche freie Radikale einfangen. Letztere sind wiederum für den Alterungsprozess und die Entstehung von Krankheiten verantwortlich. Kaffee kann somit sogar lebensverlängernd wirken.
3 Tipps für den gesunden Kaffeegenuss
Mit diesen drei Tipps für den „gesunden Kaffeegenuss“ verspüren Sie garantiert kein schlechtes Gewissen beim nächsten Trinken der duftenden warmen Kaffeetasse:
1. Verzichten Sie auf die gewohnten, ungesunden Süßungsmittel. Für künstliche Süßstoffe und raffinierten Zucker existieren ernährungsbewusste Alternativen aus der Natur. Probieren Sie zum Beispiel köstlichen Bienenhonig, Bio Ahornsirup oder vollkommen ökologisch produziertes Stevia. Der natürliche Süßstoff aus der gleichnamigen Pflanze besitzt die 300-fache Süßkraft von raffiniertem Zucker. Zusätzlich zur reduzierten Zuckermenge besitzt er selbst keine Kalorien und ist für Diabetiker geeignet. Dadurch kommen Sie in den gesunden Kaffeegenuss. Noch gesünder: Trinken Sie Ihren Kaffee schwarz.
Sie bevorzugen den „Coffee to go“ aus dem Kaffee-Shop um die Ecke? Viele dieser Kaffeebecher wie Latte Macchiato oder Frappuccino sind mehr als schädlich für die Figur. Die stark überzuckerten Getränke enthalten teilweise zwischen 300-400 kcal pro Becher. Wenn Sie nicht darauf verzichten wollen, probieren Sie statt Starbucks oder Coffee Cultures einen „gesunden Kaffee zum Mitnehmen“. Zahlreiche Geschäfte wie der Bäcker oder die Bio-Kaffeerösterei verkaufen inzwischen gesunde Varianten.
2. Verzichten Sie auf künstliche Kondensmilch. Flüssige Kaffeesahne besitzt wie die Pulverform einen hohen Bestandteil an Stärkesirup und hydrierten Ölen. Letztere fallen durch die enthaltenen schädlichen Transfette negativ auf. Die gesündere Alternative besteht in natürlicher Milch. Nach Möglichkeit bevorzugen Sie die biologisch hergestellte Milch, bei der die Kühe noch auf der saftigen grünen Wiese grasen dürfen.
Sie vermissen die cremige Konsistenz in Ihrem Kaffee? Eine gesunde und sehr delikate Variation bieten Kokosnussmilch. Die cremige Kokosmilch besteht aus mittelkettigen Triglyceriden (MCTs) – gesättigte Fette, die das Immunsystem und den Stoffwechsel auf Hochtouren bringen. Die leckere Dosenmilch aus Kokosnüssen ist dadurch die gesündeste Sahne für Ihren Kaffee.
Ein Tipp zur späteren Verwendung der Kokosnussmilch: Kaufen Sie eine Dose (am besten Bio), schütteln Sie diese gut vor dem Öffnen und portionieren Sie die restliche Milch im Eiswürfelbehälter. Dadurch können Sie die Milch für einen späteren Gebrauch portioniert im Gefrierfach aufbewahren.
Kaufen Sie möglichst nicht die Kokosnussmilch in der Kartonverpackung, da diese oft verwässert ist. Der cremige köstliche Kokosgeschmack des Kaffees geht dadurch schnell verloren.
3. Verfeinern Sie Ihren Kaffee mit köstlichen, heilsamen Zutaten. Zusätzlich zum Koffein im Kaffee besitzen zahlreiche Gewürze eine hohe Konzentration an gesundheitsfördernden Antioxidantien. Eine altbekannte und sehr köstliche Zutat ist Zimt. Das Gewürz ist bereits seit der Antike bekannt und senkt den Blutzuckerspiegel. Nicht nur Diabetiker werden den blumigen Zimt-Geschmack in ihrem Kaffee lieben.
Einen völlig anderen Geschmack erhält der Kaffee durch die Zugabe von ungesüßtem Biokakaopulver. Der so entstandene Mokkakaffee kommt völlig ohne den sonst hohen Zuckeranteil aus und schmeckt dennoch sehr gut. Ebenso enthält die gesunde Zutat die bewährten Antioxidantien und verspricht eine blutdrucksenkende Wirkung.
Insgesamt sollten Sie aber selbst entscheiden, wie viel Kaffee Sie pro Woche trinken. Wenigtrinker kommen auf 3-4 Tassen pro Woche. Oft reagieren sie empfindlich auf Koffein und steigen dann auf Tee, Wasser und andere Getränke um. Vieltrinker mit einem Kaffeekonsum von 3-4 Tassen pro Tag kämpfen durch den Koffeinentzug oft mir starken Kopfschmerzen, fühlen sich müde und ausgelaugt. Kompensieren Sie dies am besten, in dem Sie ab und zu den fehlenden Kaffee durch einen Tee ersetzen. Dieser enthält ebenso Koffein, aber in einer geringeren und weniger süchtig machenden Dosis.
